INNEHALTEN – ABSCHIED UND NEUBEGINN

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INNEHALTEN – ABSCHIED UND NEUBEGINN

AM 18.12.2015 IN WEIL

Die Adventszeit war einmal eine stille und besinnliche Zeit. Das Wort besinnen bedeutet „sich erinnern an“ und das Wort Advent steht für „Ankunft“. Weihnachten
fällt in die Zeit der Wintersonnenwende, im ursprünglichen Mythos gebiert in dieser Nacht die Göttin in der finsteren Erde in der stillsten aller Stunden das wieder-geborene Sonnenkind.
Dieser Glaube findet sich in allen Kulturen dieser Welt, wir finden ihn in unserem Weihnachtsfest wieder.

An diesem Abend möchten wir uns gemeinsam auf den Ursprung des Weihnachtsfestes besinnen:
Wir erinnern uns an das vergangene Jahr, nehmen Abschied und bereiten uns auf den Neubeginn, die Wiedergeburt unseres ganz eigenen Lichts, vor.
Was möchte ich loslassen, was nicht mehr zu mir gehört?
Was möchte ich einladen, was mein Leben erfüllt?

Es begleiten durch diesen Abend
Martina Flörchinger, Diplom Biologin und Naturpädagogin
Kathrin Haibel, Coach und Entwicklungsberaterin

Wir freuen uns auf gemeinsames Innehalten, Besinnen, Freude und Lachen am Lagerfeuer mit Glühwein, Punsch und Plätzchen am

Freitag, 18. Dezember 2015, um 19 Uhr
Austrasse 13, 86947 Weil

Bitte denkt an warme Kleidung und Schuhe, da wir uns auch im Garten am Lagerfeuer aufhalten. Es ist jederzeit möglich, sich im
Haus am Ofen aufzuwärmen.

Wir bitten um Anmeldung bis 1 Tag vorher:

Email Martina Flörchinger martina@gartenelfen.de
Telefon 08233795369

Beitrag 30,00 €

Mindestteilnehmer 4 Innehaltende

Wir freuen uns, wenn Du die Einladung auch an Freunde, Bekannte und Interessierte weiterleitest.

Herzliche Grüße,
Martina und Kathrin

Martina Flörchinger
Diplom Biologin und Naturpädagogin
Landsbeger Straße 19
86504 Merching
Tel: 08233795369

Das Wissen in uns

Das Wissen in uns

Wir können erstaunlich schön mit der Natur kommunizieren, wenn wir auf unser Inneres lauschen.

Manchmal bedeutet dieses Lauschen, sich einen Moment zurückzulehnen und abzuwarten, welche Gedanken und Gefühle aufkommen.

Viel altes Wissen zu Garten, Pflanzen, Natur, Tiere und Gesundheit ist unter uns erhalten geblieben und wird mündlich ausgetauscht. Es wandelt und entwickelt sich durch die regelmäßige Anwendung. Gerade spezielles regionales Wissen lebt durch die Anwendung.

Ich war lange sehr wissensdurstig, las gerne und war eifrig dabei, neues Wissen zu erlangen. Nach meinem Studium der Biologie hatte ich jedoch eine Übersättigung an Wissen. Je mehr ich hinter die Dinge sehen konnte um so mehr wurde mir klar, dass überliefertes Wissen auch genau so gut gefälscht werden kann. Es ist immer die Betrachtung der Welt aus einer bestimmten Richtung.

Statt im Außen suche ich also lieber das Wissen im Inneren. Das Wissen, das in uns ist, das wir Intuition nennen, kommt uns zwar trübe vor, wir können es nicht definieren, doch es täuscht uns nicht. Es zeigt uns den Weg zu unseren eigenen, inneren Wahrheit. Hier überschneiden sich die verschiedenen Definitionen der Welt und plötzlich lösen sich sogar Widersprüche auf. Von hier aus können wir die Welt mit unserer eigenen Sichtweise betrachten und wahrnehmen. Mit meiner Intuition in Kontakt zu gehen, gibt mir eine tiefe Ruhe und Sicherheit.

Die Oecofinca La Tuani

Die Oecofinca La Tuani

An der Westküste Nicaraguas, zwischen Masaya und den Vulkanbergen und Lagunen liegt eine kleine Finca mit Zitronenhainen, Bananenstauden, riesigen Avocadobäumen und einem kleinen, sich ökologisch entwickelten Regenwald. In den Jahren 2011 und 2012 habe ich dort gewohnt und die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft gestaltet. In dieser Zeit haben uns einige Freunde besucht und bei der täglichen Arbeit geholfen.

Die erste Besucherin, Lisa berichtet über ihren Aufenthalt auf der Finca:

„Die Finca steht auf einer Anhöhe mitten in einem schönen Waldgebiet mit Bananen – Avocado – Zitronen und Orangenplantagen.

Mangobäume und Palmen säumen den Weg und Kolibris, Schmetterlinge freuen sich über eine reiche Blumenvielfalt. Zusammen mit Grillen, zeitweise auch mal ein Schwein, oder Hühnchen vom Nachbarn bildet es ein kleines Paradies.

Ich habe mich gleich wohlgefühlt und genoss die Ruhe, kombiniert mit einem einfachen Fincaleben. Wir ernteten zusammen Zitronen die gerade reif waren und die später auf dem Markt von Diriamba verkauft werden sollten.

Durch Martinas Wissen und den unzähligen Erklärungen, über die verschiedenen Pflanzen und die Natur habe ich nicht nur staunen dürfen, sondern habe auch verstanden wie und wofür eine Pflanze wächst. Und so haben wir auch die hauseigene Aloe Vera benutzt, um Wunden zu heilen und leichte Sonnenbrände zu lindern.“

Wer in Nicaragua unterwegs ist und einige Zeit im Besucherhäuschen wohnen möchte und den Alltag auf einem tropischen Bauernhof erleben möchte, einfach bei Henry anrufen und nachfragen: (00505) 84637870 movistar oder (00505) 86456761 claro.

Weiter Lesen über ökologische Landwirtschaft und Aufforstung in den Tropen

Pilze in der Permakultur

Pilze in der Permakultur

Das Zentrum für Nachhaltigkeit wird vom 17.-19.April 2015 einen Workshop veranstalten, bei dem unterschiedliche theoretische und praktische Grundlagen der Speise- und Medizinal-Pilzzucht erlernet werden.

Die Motivation für dieses Seminar: „Wir haben festgestellt, das in der gesamten Permakultur-Szene seit jahren immer wieder die Wirkung und Wechselwirkung von Pilzen mit der umgebenden Flora diskutiert wird (Stamets, George Lawton etc), jedoch extrem selten nur Permakulturisten trotz Bekanntsein dieser benefiziellen Eigenschaften auch tatsächlich Pilze anbauen. Dies vermutlich aufgrund fehlenden Informationen und Anleitung. Wir wollen mit unserem Kurs diesen Umstand besser und ein Stück Wissen wieder freier machen, um den Planeten langfristig und nachhaltig zu stabilisieren. Der Workshop wird sehr praktisch orientiert sein, auf die Bedürfnisse von urbanen und ländlichen Permakulturisten zugeschnitten.“

Als Referent ist Dr. rer. nat. Danny Kaulitz (freier Pilzzucht-Dozent) geladen.

Los geht es am Freitag gegen 15 Uhr. Ende ist Sonntag gegen 17 Uhr.

Themen
– Pilzanbau in der Stadt und auf dem Land
– einen Pilzgarten anlegen
– effektive Labortechniken zur Pilzzucht und Brutvermehrung erlernen und nutzen
– DIY Technologie effektiv nutzen

Kosten
300,00 € je Teilnehmer*in

In den Kosten sind enthalten:
240,00 € für den Workshop (inkl. Pilzkulturen im Wert von 80,00 € zum mitnehmen)
60,00 € für Übernachtungen und Verpflegung

Weiter zum Flyer des Pilzseminars und zur Anmeldung: http://zentrumfuernachhaltigkeit.de

Wir denken, wir wären die einzigen

Wir denken, wir wären die einzigen

Wir Menschen haben für uns selbst den Anspruch, in vielen Bereichen einzigartige Lebenwesen zu sein. Wir sind einzigartig, jeder von uns. Jedoch unterscheidet uns nicht so viel von den Tieren, wie wir es denken. Beispielsweise ist die gängige Lehrbuchmeinung, dass Menschen die einzigen Lebewesen sind, die zu persönlicher Kommunikation fähig sind. Begründet wird dies im Vergleich zu unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen. Diese besitzen keinen Kehlkopf wie wir, der ihnen erlaubt, solch unterschiedliche Laute wie unsere zu machen, die letztendlich unsere Sprachen formen. Aber die Geräusche müssen nicht nur über den Kehlkopf erzeugt werden. Delphine können sich durch ihren Gesang erkennen und sogar beim Namen rufen. Wale kommunizieren mit ihrem Gesang Kilometerweit durch das Meer.

Unsere Sprache ist ein sehr ausgegklügeltes System und so divers, dass selbst Menschen aus unterschiedlichen Weltregionen sich nicht verstehen. Wir vergessen bei dieser Herangehensweise aber, dass dies nur ein Weg der Kommunikation ist. Wir haben fünf Sinne und von diesen nutzen wir den Seh- und Gehörsinn am Meisten. Was ist aber mit dem Tastsinn, dem Geruchsinn, dem Geschmack? Es gibt Tiere, beispielsweise Hunde, bei denen der Geruchsinn eine Million mal besser ausgebildet ist als unserer. Bei einer Vielzahl von Düften in dieser Welt, strömt auf diese Tiere mehr Information ein, als wir durch unser Auge wahrnehmen können. Mehr noch: Gerüche erzählen Geschichten. Spürhunde können über ihre Nase die Vergangenheit rekonstruieren, sie riechen, welche Person wo entlang gelaufen ist. Auch Ameisen können dies. Zudem haben sie eine reihe von Drüsenflüssigkeiten, die sie in den gewünschen Momenten einsetzen können. Chemie ist also auch eine sehr ausgegklügelte Form der Kommunikation. Auch Pflanzen nutzen diesen Weg: Bei Akazien in der afrikanischen Savanne wurde festgestellt, dass sie Ethylen ausstoßen, wenn sie angefressen werden. Dies alarmiert die umgehenden Akazien und diese bilden vermehrt Bitterstoffe in ihren Blättern, die dadurch für Tiere ungenießbar werden.

Wenn wir jetzt weiterdenken, gibt es einen weiteren Kommunikationsweg, den wir durch unsere Technik bereits entdeckt haben und nutzen: Licht. Die Information in diesem Text wird durch Licht auf dem Bildschirm erzeugt. Der Code dafür wird Kilometerweit durch Glasfaserkabel versendet und besteht aus reinem Licht. Den technichen Hintergrund dieser filigrane Kommunikation kennen nur wenige Menschen überhaupt, jedoch kann es jeder nutzen. Ob auch andere Lebenwesen auf der Erde diese Technik nutzen? Perfekte Sensoren für Licht haben die Pflanzen. Sie sind sozusagen wie übersäht davon, da sie ja über ihre grünen Blätter Licht in chemische Energie in Form von Zucker umwandeln könnnen. Ob sie jedoch auch selbst Licht erzeugen können, für Kommunikationszwecke, ist noch umstritten. Bäume bilden ein unterirdisches Netzwerk aus Wurzeln und sind mit den noch feineren und längeren Pilzfäden verbunden. Dieses Netzwerk überstreckt sich fast um die ganze Welt. In diesem Verbund können Signale über chemische Veränderungen ausgetauscht werden und, wie neuerdings festgestellt wurde, auch über elektronische Wellen.

In einer weiteren Sache sind die Tiere uns Menschen ähnlicher als wir denken. Eine frühere Definition vom Mensch lautete, dass wir imstande sind, Werkzeug selbst herzustellen und zu gebrauchen. Die Verhaltensforscherin Jane Goodall entdeckte bei ihren Beobachtungen an Schimpansen, dass diese Zweige von Blättern befreiten, um Ameisen aus dem Bau zu locken und zu fressen. Eine selbst hergestellte Angel. Als diese Entdeckung bekannt wurde, meinte der Anthropologe Luis Leakey: „Jetzt müssen wir entweder Werkzeug oder Mensch neu definieren, oder wir akzeptieren, daß Schimpansen Menschen sind.“

Vorbereitungen zum Bilderwettbewerb in Nicaragua

Vorbereitungen zum Bilderwettbewerb in Nicaragua

Derzeit bereiten sich die Kinder vom Kunstprojekt Artepintura in Nicaragua auf den großen Bilderwettbewerb vor. Die Preisverkündung wird am 31. Oktober 2014 stattfinden. Wie jedes Jahr ist dieses Datum eine Höhepunkt der Gruppe und die Kinder zeigen ihre Bilder, spielen Musik und zeigen wunderschöne Tanzdarbietungen. Dieses Jahr ist das Thema: “ Meine Rechte und Pflichten in der Gemeinschaft“. Am Programm Artepintura nehmen 300 Kinder in 5 ländlichen Gemeinden teil. Der regelmäßige Kunstunterricht durch freiwillige Jugendliche fördert das Gemeinschaftsgefühl, bietet Umweltbildung und fördert das Selbstvertrauen der Kinder, die sonst nicht viel Möglichkeiten einer Freizeitbeschäftigung haben.

Sie sind noch auf der Suche nach Sponsoren für Farbe und Papier, damit sie am Wettbewerb teilnehmen können. Wer sich mit einem kleinen Beitrag beteiligen möchte, bitte melden!

Mehr Informationen und Bilder gibt es jetzt auf der neuen Facebookfanseite von Artepintura

Gedanken nach der Wanderung auf die Alm

Gedanken nach der Wanderung auf die Alm

Tapfer waren wir. Eine Gruppe vom 9 Leuten, Kinder und Erwachsene, trotzen wir dem Regen und stiefelten hinauf auf die Alm. Durch den Nebel erkannten wir nicht wie hoch wir stiegen, aber der Weg ging recht steil aufwärts. Unterwegs kamen wir bei der bewirteten Schellenbergalm vorbei bei der wir Brotzeit, frische Milch und Tee bekamen.

Weiter ging es. Ein letzter Anstieg durch mystischen Bergwald. Als wir zum Soinsee kamen war dieser vom Nebel bedeckt. Ein paar Minuten starrten wir ins Weiße. Dann, ganz plötzlich lichteten sich die Wolken und der gesamte See wurde sichtbar und leuchtete türkisfarben. Unser letztes Stück zur Alm verlief eben. Sie liegt in einem Kessel umgeben von felsigen Gipfeln, auf denen das Weideland steil nach oben steigt.

Hier wurden wir in der Hütte empfangen und durften unsere nassen Kleider am Feuer trocknen und bekamen heißen Tee. Die beiden Sennerinnen Anna und Christiane erzählten uns von ihrem Leben. Aufstehen bei Morgengrauen, Stall ausmisten und das eigene Plumpsklo leeren. Danach die Tiere versorgen, die Schafen suchen um sie zu den Stellen, die aus Erosionsschutz abgegrast werden müssen, treiben. Anschließend werden die Jungrinder gezählt. Dabei wird geschaut wie es ihnen geht, ob keines lahmt oder krank ist. Nach einer Brotzeit geht es für die beiden daran, zusätzliche Aufgaben zu erledigen. Eine regelmäßige Aufgabe ist das Schwenden – das ist das Zurückschneiden von Latschenbüschen. Sie müssen auch das giftige Kreuzkraut einsammeln, denn es kann für die Tiere gefährlich werden. Abends haben sie oft noch ein paar anstrengende Stunden, wenn sie die steilen Wände der Alm hinaufklettern müssen um nach den Kälbern zu suchen, die Nachts in den Stall getrieben werden müssen.

Auch wenn es eine anstrengende Arbeit ist, so ist das Leben auf der Alm doch ein ganz besonderer Weg, wieder zu sich selbst zu finden. Dinge, die uns im Alltag oft überaus wichtig erscheinen, wie schicke Klamotten, neue Möbel, Geräte und anderes wird plötzlich nicht mehr wichtig. Anna beschrieb uns, es geht auch sehr einfach und das Glück findet sich oft noch Leichter im Einfachen. Dieses Gefühl zu erleben, das ist wohl das Besondere an einer Zeit auf der Alm.

Gestärkt und ausgeruht und inspiriert von den Erzählungen machten wir uns auf die Suche nach den Kälbern, die für die Nacht in den Stall getriebern werden müssen. Sie stehen auf dem gegenüberliegenden Hang und deshalb überlasse wir es Anna und Christiane mit ihren Gummistiefeln und Wanderstöcken, die Tiere einzutreiben. Wir wandern zurück ins Tal. Mittlerweile hat der Himmel aufgerissen und wir können den schönen Ausblick auf den Wendelstein genießen und endlich auch den Wasserfall sehen, der am Wegesrand in die Tiefe stürzt. Die Wanderung war anstrengend und doch etwas ganz besonders, da sie uns Einblick in das Leben auf einer Alm gebracht hat. Die Almwirtschaft ist ein wichtiges kulturelles Erbe und für den Naturschutz von hoher Bedeutung, denn durch Beweidung kann die hohe Vielfalt an endemischen Arten in den Alpen aufrechterhalten werden.

Wer eine Zeit auf einer Alm verbringen und beim täglichen Leben mithelfen möchte findet Informationen auf www.bergbauernhilfe.it und www.almwirtschaft.com. Weiter Informationen zum Almöhi-Bildungsprojekt des LBV: http://bergerlebnis.lbv.de

Wanderung auf die Großtiefenthalalm

Wanderung auf die Großtiefenthalalm

Wie ist eigentlich das Leben auf einer Alm? Dieser Fragen gehen wir dieses Wochenende nach.

Am Samstag den 30.8. leite ich eine Wanderung vom LBV zur Alm in der Nähe vom Spitzingsee! Wir besuchen die Almerinnen und erfahren etwas über ihren Alltag, die Tiere und die Alm. Der Weg führt uns in luftige Höhen entlang eines Wasserfalls. Hier können wir Bergluft schnuppern, Natur genießen und mehr über die Ökologie einer Bergalm erfahren!

Wer Lust hat, mitzukommen, es sind noch Plätze frei!

Zur Anmeldung und weitere Infos

Mauerbienen – Kleine Helfer in Land und Garten

Mauerbienen – Kleine Helfer in Land und Garten

Dieses schöne Bild eines Mauerbienen-Päärchens hat die charmante Frau Ingrid „wandklex“ Heuser gemalt. Sie fertigt Wandmalerein an und malt Portraits von Mensch und Tier (www.wandklex.de) und durch eine Idee in meinem jüngsten Forschungsprojekt entstand das erste Bienenportrait durch ihre zauberhaften Hände.

Nun wohnt das Mauerbienenportrait bei der Leiterin der Studie, bei der ich im April und Mai mitgearbeitet habe. Wir untersuchten die Entwicklung der Mauerbienchen in der Agrarlandschaft. Da durfte ich zusehen, wie zuerst die Mauerbienen-Männchen aus ihren Kokons schlüpfen und eifrig umher flugen um auf ihre Weibchen warteten. Nach einigen Tagen schlüpften dann die Weibchen. Oftmals hatten diese nicht mal Zeit, ihre Flügel gerade zu rücken, denn schon kam das erste Männchen an und setzte sich auf sie. Dann folgt eine stundenlange Begattungszene. Was wir davon gesehen haben war, das ein (oder gar mehrere) Männchen auf dem Weibchen sass und mit den Füßen herumwirbelte. Sobald die Weibchen begattet wurden, beginnen sie, Pollen und Nektar in den Blüten der nächsten Umgebung zu sammeln. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung unserer Kulturpflanzen. Den Pollen und Nektar tragen die Mauerbienenweibchen in Brutröhren ein. Das sind Löcher in Holzblöcken, die wir für sie bereitgestellt haben. Sie füllen nun eine Zelle mit Pollen und einem Tropfen Nektar, legen ein Ei in die Mitte und dann wird diese kleine Zelle zugemauert. Da haben wirs also: So entstand der Name der Mauerbiene. Sie sind Maurermeisterinnen. Sie mauern fleißig eine Zelle nach der anderen, in der die Bienenmaden schlüpfen und beginnen sich am Pollen satt zu fressen.

Nun, wenn die kleinen Bienenmaden sich in ihren Zellen groß und dick gefressen haben, verpuppen sie sich und dann beginnt die Verwandlung zur Biene. Dies alles dauert nur wenige Wochen. Ab dann liegen die fertigen Bienen in ihren Kokons, warten bis es kälter wird und noch kälter. Sie fallen in Kältestarrre. Und dann im Frühling, wenn es warm wird, also, wenn es warm genug wird, dann entscheiden sie sich, aufzustehen. Sie knabbern mit ihren Mundwerkzeugen den Kokon auf und sobald sie das Licht der Welt gesehen haben, beginnt das Spielchen wieder von vorne. Erstaunlich, wenn man sich überlegt, dass sie dann nur noch 4-6 Wochen alt werden und das wo sie 11 Monate lang in ihrem Kokon gesessen und auf diesem Moment gewartet haben. Wenn man die Bienen in ihrem Liebesflug selbst beobachten möchte, kann man ihnen im eigenen Garten einen Lebensraum schaffen und ihnen ein Hotel bauen. Dazu bohrt man ca. 4-10 mm dicke Löcher in ein Stück Holz und deckt dieses mit einem Dach ab. Mehr Informationen dazu auf www.bienenhotel.de

Alte Schnipsel für neues Papier

Alte Schnipsel für neues Papier

Gestern habe ich Susanne und Kay Jarchow in Rostock besucht. Die beiden haben ein einzigartiges Projekt. „Schnipselbruker“, das ist Plattdeutsch für „Die, die die Schnipsel gebrauchen“ und das sagt schon alles. Sie stellen handgeschöpftes Papier aus Resten von Stoffen, Büroaltpapier und Pflanzenteilen her.

Die farbenfrohe Mischung aus kraftvollem Papier begeistert mich. Und noch mehr begeistert mich, dass die beiden das Projekt zu Hause in ihrem Badezimmer starteten. Die Trockengitter hängen auf dem Balkon, die historische Papierpresse steht im Wohnzimmer und doch ist es urgemütlich bei den beiden.

Das Papier, das die beiden schöpfen ist einsetzbar als Tischkärtchen auf Hochzeiten, als Etiketten und bedruckt als Karten und Gutscheine. Sogar wunderschön geprägte und handgenähte Umschläge haben die beiden mir gezeigt. Mit viel Liebe zum Detail ist es ein besonderes Geschenk und bringt eine ganz eigene Note. Seht doch selbst auf ihrer Seite www.schnipselbruker.de und in ihrem neuen Shop auf DaWanda: http://de.dawanda.com/shop/schnipselbruker

 

 

Naturschutz durch Nutzung

Naturschutz durch Nutzung

Konikpferde im Naturschutzgebiet Steinbühl, Rheinland-Pfalz Foto: Martina Flörchinger

In einer natürlichen Umgebung sind Ökosysteme regelmäßig Störungen ausgesetzt. Ein Feuer zerstört Teile eines Waldes, ein Orkan fällt Bäume und ein natürlich fließender Bachlauf gräbt sich in eine Böschung, hinterlässt Abbruchstellen und Sandaufhäufungen. Viele Arten haben sich auf die Wiederbesiedelung dieser Regionen spezialisiert. Diese sogenannte „natürliche Sukzession“ ist ein Prozess, bei dem die Fläche einen Prozess der Wiederbesiedelung erfährt. Dabei wechseln sich die Häufigkeiten der besiedelnden Arten ab. Pionierpflanzen werden von anderen abgelöst, welche dann wieder von weiteren abgelöst werden. Die durchschnittliche Vielfalt an Pflanzenarten ist also an einem Gebiet, das regelmäßigen Störungen ausgeliefert ist höher als bei ungestörten Gebieten.

Durch die fortgeschrittene Fragmentierung natürlicher Gebiete sowie die Einbindung von Störungen wie Waldbrände und natürlich fließender Bäche und Flüsse fallen diese Sukzessionsstadien häufig weg. Daher sucht man sich im praktischen Naturschutz Elemente, die diese Störungen ersetzen. Durch Beweidung kann beispielsweise eine Fläche frei von Büschen gehalten werden und seltene Blütenpflanzen können sich ansiedeln.

Auf größeren Weideflächen werden Konikpferde gehalten, diese können das ganze Jahr über auf der Weide leben. Sie lassen sich auch besonders gut mit Heck-Rindern halten, dies ist eine Rückzüchtung der Rinder, die den wilden Vorfahren, den Auerochsen sehr nah kommt. Nur durch die Nutzung und durch den regelmäßigen Eingriff in die Natur bleibt die Artenvielfalt erhalten. Eine Projektbeschreibung des Beweidungsprojektes im Steinbühl bietet der NABU Rheinland-Pfalz.

Auch auf intensiv genutzten Flächen lassen sich Naturschutzmaßnahmen durchführen, die die Nutzung und den Naturschutz vereinen. Gerade auf Randflächen und am Wegesrand siedeln sich gerne seltene Blütenpflanzen an. Einige Maßnahmen, beispielsweise zum Schutz des Rebhuhns durch Randflächenschutz werden staatlich gefördert. Informationen dazu gibt es beim LBV.

Bei unbeweideten Streuwiesen kommt es auf die Art der Nutzung an. Vor Allem sollte man den Zeitpunkt der Mahd bedenken, dass seltene Blütenpflanzen ihre Samen verbreiten können. Auf Obstwiesen kann man ungenutzte Zweige häufen, um beispielsweise einen Rückzugsraum für Igel zu errichten. Eine trockene Steinmauer bietet Lebensraum für Eidechsen. Eine Anleitung zur nachhaltigen Nutzung von Streuwiesen bietet das LFU.

Landart – Schnee & Stille, Kunst & Knirschen

Landart – Schnee & Stille, Kunst & Knirschen

Fotos: Lothar Forstmair

Am Wochenende vom 7. bis 9. Februar 2014 zogen zwölf Teilnehmer der NAJU Bayern (Naturschutzjugend im LBV) auf zum Seminar „Landart – Schnee & Stille, Kunst & Knirschen“. In einer Selbstversorgerhütte im Graswangtal machten wir es uns gemütlich. Wir erkundeten die Schneelandschaft der bayerischen Alpen.

Zu Beginn wurden unsere Sinne für die Stille der Natur sensibilisiert. Durch die sanfte und klare Anleitung von Christina Diana Wenderoth, fiel es uns leicht, in einen kreativen Fluss zu kommen. Inspiriert von einer farbenfrohen Geschichte ließ sie uns Farben in der Natur sammeln und auf ein „weißes Blatt Papier“ auf Schnee anordnen. Es entstand ein wunderschönes Naturbild aus Blättern, Moos, Holzstückchen und Früchten mit feinen Farbübergängen. Dann lud uns eine zugefrorene Pfütze ein, Kunstwerke aus Eis und Schnee zu Formen. Die Sonne spielte mit unseren Werken und zauberte eine magisches Lichtspiel… bis sie schließlich schmolzen.

Auf einer Wegstrecke am trockenen Flusslauf entstand ein „Naturfleckerlteppich“, eine Kombination aus verschiedenen Feldern, gefärbt mit buntem Naturmaterial: Zweige, Steine, Federn, Blätter, ein Schattenspiel… Anschließend durften wir in Zweiergruppen einen Sessel aus Schnee modellieren daraus in der zweiten Aufgabe, schweigend, ein Musikinstrument formen. Das spannende daran war, herauszufinden, welches Musikinstrument der andere vor hat zu bauen.

Am Sonntagmorgen hatten wir in einem zweistündigen „Freilandatelier“ Zeit, unsere eigenen Kunstwerke zu gestalten. In der anschließenden Vernissage bestaunten wir die Schöpfungen. Ein Mandala aus schwimmenden Blättern, eine umgefallene Wurzel, die plötzlich aussah wie ein Wolf, der mit offenen Augen schläft. Ein Fließbild aus Blättern und Zweigen und eine Mauer aus Schneeblöcken, durch deren Muster die Sonne in vielen Facetten schien. Eingeschmiegt in die schöne Landschaft sahen unsere Kunstwerke besonders beeindruckend aus.

Mir half das Seminar, zur Natur, zu Ruhe und zu mir selbst zu finden. Nach drei Tagen in der Stille der Natur fühlte ich eine tiefe Ruhe und Zufriedenheit in mir. Wir alle fanden ein wenig Entschleunigung und konnten in der Natur auftanken. Landart ist eine Methode, durch die Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene auf einfache Weise in Kontakt mit der Natur treten können. Durch Kreativität wird ein Bewusstsein für die Vielfalt der Materialien und Lebewesen der Natur geschaffen. Dies bildet einen wichtigen Grundstock in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Mehr zum Thema Landart auf der Facebookgruppe „Landart“ und auf der Seite von Christina Diana Wenderoth: www.naturkunstundspiel.de

Von ihr eine Herzliche Einladung zu den nächsten Seminarterminen:

Landart & Naturgenuss

Landart-Tage zum Kennenlernen, Eintauchen, Vertiefen & Genießen
Mit allen Sinnen begegnen Sie der Natur in jeder Jahreszeit: leuchtenden Blättern, vielfältigen Steinen & biegsamen Ästen und Gräsern… Die Naturmaterialien inspirieren; sie laden ein, selbst aktiv zu werden und die eigene oft ungeahnte Kreativität (wieder-) zu entdecken: Landart-Kunstwerke entstehen mit den bloßen Händen, Zeitlosigkeit stellt sich ein und Sie tanken Ruhe, Kraft, die sich nachhaltig auf Ihren Alltag auswirken kann. Einfache Mittel & die Großzügigkeit und Freiheit der Natur begleiten Sie an diesem Tag.

Daten: Sonntag, 11. Mai 2014, Mangfall-Tal, Nähe Holzkirchen: „Landart im UrLaubWald an der Mangfall“
Sonntag 25. Mai 2014, Nürnberg: „Landart-MaiGrün“Samstag 05. Juli 2014, Ottobrunnn bei München: Landart-Tag für Eltern und Pädagogen (in Kooperation mit der vhs SüdOst, dort gesonderte Anmeldebedingungen, www.vhs-suedost.de Kursnr 12430, Gebühr: 65 Euro)
Sonntag 20. Juli 2014, Raum München, ggf. Berge/Obb.: „Landart-Leichtigkeit des Sommers“
Weitere Termine in Planung
Zeit: 10 – 17 Uhr

Preis: 60 € bis 130 € nach Selbsteinschätzung / EinkommenStornogebühr: bei Absage ab dem 14.Tag vor der Veranstaltung fällt eine Stornogebühr von 30 € an, ab dem 7. Tag vor der Veranstaltung fallen 60 € anAnmeldung/Informationen: Christina Diana Wenderoth, Tel. 089 / 271 25 18, info (at) naturkunstundspiel.de www.naturkunstundspiel.de