Die Oecofinca La Tuani

Die Oecofinca La Tuani

An der Westküste Nicaraguas, zwischen Masaya und den Vulkanbergen und Lagunen liegt eine kleine Finca mit Zitronenhainen, Bananenstauden, riesigen Avocadobäumen und einem kleinen, sich ökologisch entwickelten Regenwald. In den Jahren 2011 und 2012 habe ich dort gewohnt und die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft gestaltet. In dieser Zeit haben uns einige Freunde besucht und bei der täglichen Arbeit geholfen.

Die erste Besucherin, Lisa berichtet über ihren Aufenthalt auf der Finca:

„Die Finca steht auf einer Anhöhe mitten in einem schönen Waldgebiet mit Bananen – Avocado – Zitronen und Orangenplantagen.

Mangobäume und Palmen säumen den Weg und Kolibris, Schmetterlinge freuen sich über eine reiche Blumenvielfalt. Zusammen mit Grillen, zeitweise auch mal ein Schwein, oder Hühnchen vom Nachbarn bildet es ein kleines Paradies.

Ich habe mich gleich wohlgefühlt und genoss die Ruhe, kombiniert mit einem einfachen Fincaleben. Wir ernteten zusammen Zitronen die gerade reif waren und die später auf dem Markt von Diriamba verkauft werden sollten.

Durch Martinas Wissen und den unzähligen Erklärungen, über die verschiedenen Pflanzen und die Natur habe ich nicht nur staunen dürfen, sondern habe auch verstanden wie und wofür eine Pflanze wächst. Und so haben wir auch die hauseigene Aloe Vera benutzt, um Wunden zu heilen und leichte Sonnenbrände zu lindern.“

Wer in Nicaragua unterwegs ist und einige Zeit im Besucherhäuschen wohnen möchte und den Alltag auf einem tropischen Bauernhof erleben möchte, einfach bei Henry anrufen und nachfragen: (00505) 84637870 movistar oder (00505) 86456761 claro.

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Wir denken, wir wären die einzigen

Wir denken, wir wären die einzigen

Wir Menschen haben für uns selbst den Anspruch, in vielen Bereichen einzigartige Lebenwesen zu sein. Wir sind einzigartig, jeder von uns. Jedoch unterscheidet uns nicht so viel von den Tieren, wie wir es denken. Beispielsweise ist die gängige Lehrbuchmeinung, dass Menschen die einzigen Lebewesen sind, die zu persönlicher Kommunikation fähig sind. Begründet wird dies im Vergleich zu unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen. Diese besitzen keinen Kehlkopf wie wir, der ihnen erlaubt, solch unterschiedliche Laute wie unsere zu machen, die letztendlich unsere Sprachen formen. Aber die Geräusche müssen nicht nur über den Kehlkopf erzeugt werden. Delphine können sich durch ihren Gesang erkennen und sogar beim Namen rufen. Wale kommunizieren mit ihrem Gesang Kilometerweit durch das Meer.

Unsere Sprache ist ein sehr ausgegklügeltes System und so divers, dass selbst Menschen aus unterschiedlichen Weltregionen sich nicht verstehen. Wir vergessen bei dieser Herangehensweise aber, dass dies nur ein Weg der Kommunikation ist. Wir haben fünf Sinne und von diesen nutzen wir den Seh- und Gehörsinn am Meisten. Was ist aber mit dem Tastsinn, dem Geruchsinn, dem Geschmack? Es gibt Tiere, beispielsweise Hunde, bei denen der Geruchsinn eine Million mal besser ausgebildet ist als unserer. Bei einer Vielzahl von Düften in dieser Welt, strömt auf diese Tiere mehr Information ein, als wir durch unser Auge wahrnehmen können. Mehr noch: Gerüche erzählen Geschichten. Spürhunde können über ihre Nase die Vergangenheit rekonstruieren, sie riechen, welche Person wo entlang gelaufen ist. Auch Ameisen können dies. Zudem haben sie eine reihe von Drüsenflüssigkeiten, die sie in den gewünschen Momenten einsetzen können. Chemie ist also auch eine sehr ausgegklügelte Form der Kommunikation. Auch Pflanzen nutzen diesen Weg: Bei Akazien in der afrikanischen Savanne wurde festgestellt, dass sie Ethylen ausstoßen, wenn sie angefressen werden. Dies alarmiert die umgehenden Akazien und diese bilden vermehrt Bitterstoffe in ihren Blättern, die dadurch für Tiere ungenießbar werden.

Wenn wir jetzt weiterdenken, gibt es einen weiteren Kommunikationsweg, den wir durch unsere Technik bereits entdeckt haben und nutzen: Licht. Die Information in diesem Text wird durch Licht auf dem Bildschirm erzeugt. Der Code dafür wird Kilometerweit durch Glasfaserkabel versendet und besteht aus reinem Licht. Den technichen Hintergrund dieser filigrane Kommunikation kennen nur wenige Menschen überhaupt, jedoch kann es jeder nutzen. Ob auch andere Lebenwesen auf der Erde diese Technik nutzen? Perfekte Sensoren für Licht haben die Pflanzen. Sie sind sozusagen wie übersäht davon, da sie ja über ihre grünen Blätter Licht in chemische Energie in Form von Zucker umwandeln könnnen. Ob sie jedoch auch selbst Licht erzeugen können, für Kommunikationszwecke, ist noch umstritten. Bäume bilden ein unterirdisches Netzwerk aus Wurzeln und sind mit den noch feineren und längeren Pilzfäden verbunden. Dieses Netzwerk überstreckt sich fast um die ganze Welt. In diesem Verbund können Signale über chemische Veränderungen ausgetauscht werden und, wie neuerdings festgestellt wurde, auch über elektronische Wellen.

In einer weiteren Sache sind die Tiere uns Menschen ähnlicher als wir denken. Eine frühere Definition vom Mensch lautete, dass wir imstande sind, Werkzeug selbst herzustellen und zu gebrauchen. Die Verhaltensforscherin Jane Goodall entdeckte bei ihren Beobachtungen an Schimpansen, dass diese Zweige von Blättern befreiten, um Ameisen aus dem Bau zu locken und zu fressen. Eine selbst hergestellte Angel. Als diese Entdeckung bekannt wurde, meinte der Anthropologe Luis Leakey: „Jetzt müssen wir entweder Werkzeug oder Mensch neu definieren, oder wir akzeptieren, daß Schimpansen Menschen sind.“

Landart – Schnee & Stille, Kunst & Knirschen

Landart – Schnee & Stille, Kunst & Knirschen

Fotos: Lothar Forstmair

Am Wochenende vom 7. bis 9. Februar 2014 zogen zwölf Teilnehmer der NAJU Bayern (Naturschutzjugend im LBV) auf zum Seminar „Landart – Schnee & Stille, Kunst & Knirschen“. In einer Selbstversorgerhütte im Graswangtal machten wir es uns gemütlich. Wir erkundeten die Schneelandschaft der bayerischen Alpen.

Zu Beginn wurden unsere Sinne für die Stille der Natur sensibilisiert. Durch die sanfte und klare Anleitung von Christina Diana Wenderoth, fiel es uns leicht, in einen kreativen Fluss zu kommen. Inspiriert von einer farbenfrohen Geschichte ließ sie uns Farben in der Natur sammeln und auf ein „weißes Blatt Papier“ auf Schnee anordnen. Es entstand ein wunderschönes Naturbild aus Blättern, Moos, Holzstückchen und Früchten mit feinen Farbübergängen. Dann lud uns eine zugefrorene Pfütze ein, Kunstwerke aus Eis und Schnee zu Formen. Die Sonne spielte mit unseren Werken und zauberte eine magisches Lichtspiel… bis sie schließlich schmolzen.

Auf einer Wegstrecke am trockenen Flusslauf entstand ein „Naturfleckerlteppich“, eine Kombination aus verschiedenen Feldern, gefärbt mit buntem Naturmaterial: Zweige, Steine, Federn, Blätter, ein Schattenspiel… Anschließend durften wir in Zweiergruppen einen Sessel aus Schnee modellieren daraus in der zweiten Aufgabe, schweigend, ein Musikinstrument formen. Das spannende daran war, herauszufinden, welches Musikinstrument der andere vor hat zu bauen.

Am Sonntagmorgen hatten wir in einem zweistündigen „Freilandatelier“ Zeit, unsere eigenen Kunstwerke zu gestalten. In der anschließenden Vernissage bestaunten wir die Schöpfungen. Ein Mandala aus schwimmenden Blättern, eine umgefallene Wurzel, die plötzlich aussah wie ein Wolf, der mit offenen Augen schläft. Ein Fließbild aus Blättern und Zweigen und eine Mauer aus Schneeblöcken, durch deren Muster die Sonne in vielen Facetten schien. Eingeschmiegt in die schöne Landschaft sahen unsere Kunstwerke besonders beeindruckend aus.

Mir half das Seminar, zur Natur, zu Ruhe und zu mir selbst zu finden. Nach drei Tagen in der Stille der Natur fühlte ich eine tiefe Ruhe und Zufriedenheit in mir. Wir alle fanden ein wenig Entschleunigung und konnten in der Natur auftanken. Landart ist eine Methode, durch die Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene auf einfache Weise in Kontakt mit der Natur treten können. Durch Kreativität wird ein Bewusstsein für die Vielfalt der Materialien und Lebewesen der Natur geschaffen. Dies bildet einen wichtigen Grundstock in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Mehr zum Thema Landart auf der Facebookgruppe „Landart“ und auf der Seite von Christina Diana Wenderoth: www.naturkunstundspiel.de

Von ihr eine Herzliche Einladung zu den nächsten Seminarterminen:

Landart & Naturgenuss

Landart-Tage zum Kennenlernen, Eintauchen, Vertiefen & Genießen
Mit allen Sinnen begegnen Sie der Natur in jeder Jahreszeit: leuchtenden Blättern, vielfältigen Steinen & biegsamen Ästen und Gräsern… Die Naturmaterialien inspirieren; sie laden ein, selbst aktiv zu werden und die eigene oft ungeahnte Kreativität (wieder-) zu entdecken: Landart-Kunstwerke entstehen mit den bloßen Händen, Zeitlosigkeit stellt sich ein und Sie tanken Ruhe, Kraft, die sich nachhaltig auf Ihren Alltag auswirken kann. Einfache Mittel & die Großzügigkeit und Freiheit der Natur begleiten Sie an diesem Tag.

Daten: Sonntag, 11. Mai 2014, Mangfall-Tal, Nähe Holzkirchen: „Landart im UrLaubWald an der Mangfall“
Sonntag 25. Mai 2014, Nürnberg: „Landart-MaiGrün“Samstag 05. Juli 2014, Ottobrunnn bei München: Landart-Tag für Eltern und Pädagogen (in Kooperation mit der vhs SüdOst, dort gesonderte Anmeldebedingungen, www.vhs-suedost.de Kursnr 12430, Gebühr: 65 Euro)
Sonntag 20. Juli 2014, Raum München, ggf. Berge/Obb.: „Landart-Leichtigkeit des Sommers“
Weitere Termine in Planung
Zeit: 10 – 17 Uhr

Preis: 60 € bis 130 € nach Selbsteinschätzung / EinkommenStornogebühr: bei Absage ab dem 14.Tag vor der Veranstaltung fällt eine Stornogebühr von 30 € an, ab dem 7. Tag vor der Veranstaltung fallen 60 € anAnmeldung/Informationen: Christina Diana Wenderoth, Tel. 089 / 271 25 18, info (at) naturkunstundspiel.de www.naturkunstundspiel.de

 

Projekt: Hannes Permakultur Blog

Projekt: Hannes Permakultur Blog

„Erdbeeren im November“ Foto: Hannelore Zech

Das Internet ist voller Schätze. Nun möchte ich weitere Projekte vorstellen, die sich um die Themen Natur, Gärtnern und das Leben in der Natur drehen. Ein Blog, der mich sehr fasziniert, ist der Blog über Permakultur von Hanne. Ich habe sie gefragt, ob sie Lust hat, diesen vorzustellen. Hier ihre Nachricht:

 „Wenn ich online bin, dann bin ich meistens damit beschäftigt meine Seiten zu aktualisieren oder auf Facebook zu dokumentieren. Das nehm ich als Art Tagebuch und Anregung zum Nachmachen für andere, bzw. auch zum Erfahrungsaustausch mit anderen Naturgärtnern und Selbstversorgern.

Ich habe zum einen den Permagarten-Blog auf www.permagarten.wordpress.com, den benütze ich als Praxisblog, meinen offiziellen Blog habe ich auf www.mienbacher-waldgarten.de, hier hab ich alle meine Kurstermine drin und das Geschäftliche. Bei beiden Blogs gehts um meinen Waldgarten. Diesen bewirtschafte ich seit 2010 als permakulturellen Lehr- und Schaugarten und seit 2013 auch als Nutztier-Arche. Die Selbstversorger-Akademie ist hier angeschlossen. Mein Garten ist die Basis all dessen. Er ist für mich Versorgung mit Essen, Versorgung mit Bildmaterial für meine Artikel, Versorgung für seelischen Ausgleich und Heimat für meine Tiere, einfach Lebensraum für uns alle. Mein kleiner Garten Eden, den ich gerne teile, bzw. verwende, um zum Nachmachen zu animieren.
Nach den Prinzipien des permakulturellen Waldgartens aufgebaut und immer weiter ausgebaut als essbare Landschaft ist der Mienbacher Waldgarten eine Oase in der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft.
Viele Wildtiere finden hier eine Heimat. „

Gerne stellen wir noch weitere Naturprojekte vor. Wer sein Projekt bei uns vorstellen möchte schreibt einfach uns per Mail an gartentor(ät)gartenelfen.de

Die Stunde der Gartenvögel im Unterricht

Die Stunde der Gartenvögel im Unterricht

Rotkehlchen (Erithacus rubecula) Foto: Frank Hecker Naturfotografie

Jedes Jahr im Frühling führen die Naturschutzverbände NABU und LBV die Aktion „Stunde der Gartenvögel“ durch. Bundesweit werden Vögel gezählt und die Beobachtungen gemeldet. Mitmachen kann, wer möchte. Während einer Stunde, zwischen dem 9. und 11. Mai, möglichst zu früher Stunde setzt man sich in den eigenen Garten oder neben Nachbargärten und bestimmt die beobachteten Vögel. Die Anzahl der Vögel einer Art in der größten beobachteten Gruppe wird notiert, um Doppelzählungen zu vermeiden.

In diesem Jahr bieten Referentinnen vom LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.) in der Region Oberbayern ein Klassenzimmerprogramm an:

Training für die Stunde der Gartenvögel in Schulen 

90 min für die 2. bis 4. Klasse bzw. 45 min für die 5. bis 6. Klasse 

Im Rahmen eines ca. 90 minütigen Klassenzimmerprogramms lernen die Kinder spielerisch die 15 häufigsten Vogelarten kennen sowie viel Spannendes und Wissenswertes über Vögel im Allgemeinen. Die Aktion „Stunde der Gartenvögel“  vom 9.-11- Mai wird erklärt und die Kinder können dann selbst daran teilnehmen. Interessierte Lehrer/innen für Grundschulen und weiterführende Schulen werden gebeten, diesbezüglich Kontakt mit dem LBV aufzunehmen.

Anmeldung und Kontakt:
Julia Prummer
LBV Oberbayern Umweltbildung
Kuglmüllerstraße 6
80638 München 
Telefon: 089219643050
email: umweltbildung-oberbayern@lbv.de

www.lbv.de