Die Oecofinca La Tuani

Die Oecofinca La Tuani

An der Westküste Nicaraguas, zwischen Masaya und den Vulkanbergen und Lagunen liegt eine kleine Finca mit Zitronenhainen, Bananenstauden, riesigen Avocadobäumen und einem kleinen, sich ökologisch entwickelten Regenwald. In den Jahren 2011 und 2012 habe ich dort gewohnt und die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft gestaltet. In dieser Zeit haben uns einige Freunde besucht und bei der täglichen Arbeit geholfen.

Die erste Besucherin, Lisa berichtet über ihren Aufenthalt auf der Finca:

„Die Finca steht auf einer Anhöhe mitten in einem schönen Waldgebiet mit Bananen – Avocado – Zitronen und Orangenplantagen.

Mangobäume und Palmen säumen den Weg und Kolibris, Schmetterlinge freuen sich über eine reiche Blumenvielfalt. Zusammen mit Grillen, zeitweise auch mal ein Schwein, oder Hühnchen vom Nachbarn bildet es ein kleines Paradies.

Ich habe mich gleich wohlgefühlt und genoss die Ruhe, kombiniert mit einem einfachen Fincaleben. Wir ernteten zusammen Zitronen die gerade reif waren und die später auf dem Markt von Diriamba verkauft werden sollten.

Durch Martinas Wissen und den unzähligen Erklärungen, über die verschiedenen Pflanzen und die Natur habe ich nicht nur staunen dürfen, sondern habe auch verstanden wie und wofür eine Pflanze wächst. Und so haben wir auch die hauseigene Aloe Vera benutzt, um Wunden zu heilen und leichte Sonnenbrände zu lindern.“

Wer in Nicaragua unterwegs ist und einige Zeit im Besucherhäuschen wohnen möchte und den Alltag auf einem tropischen Bauernhof erleben möchte, einfach bei Henry anrufen und nachfragen: (00505) 84637870 movistar oder (00505) 86456761 claro.

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Pilze in der Permakultur

Pilze in der Permakultur

Das Zentrum für Nachhaltigkeit wird vom 17.-19.April 2015 einen Workshop veranstalten, bei dem unterschiedliche theoretische und praktische Grundlagen der Speise- und Medizinal-Pilzzucht erlernet werden.

Die Motivation für dieses Seminar: „Wir haben festgestellt, das in der gesamten Permakultur-Szene seit jahren immer wieder die Wirkung und Wechselwirkung von Pilzen mit der umgebenden Flora diskutiert wird (Stamets, George Lawton etc), jedoch extrem selten nur Permakulturisten trotz Bekanntsein dieser benefiziellen Eigenschaften auch tatsächlich Pilze anbauen. Dies vermutlich aufgrund fehlenden Informationen und Anleitung. Wir wollen mit unserem Kurs diesen Umstand besser und ein Stück Wissen wieder freier machen, um den Planeten langfristig und nachhaltig zu stabilisieren. Der Workshop wird sehr praktisch orientiert sein, auf die Bedürfnisse von urbanen und ländlichen Permakulturisten zugeschnitten.“

Als Referent ist Dr. rer. nat. Danny Kaulitz (freier Pilzzucht-Dozent) geladen.

Los geht es am Freitag gegen 15 Uhr. Ende ist Sonntag gegen 17 Uhr.

Themen
– Pilzanbau in der Stadt und auf dem Land
– einen Pilzgarten anlegen
– effektive Labortechniken zur Pilzzucht und Brutvermehrung erlernen und nutzen
– DIY Technologie effektiv nutzen

Kosten
300,00 € je Teilnehmer*in

In den Kosten sind enthalten:
240,00 € für den Workshop (inkl. Pilzkulturen im Wert von 80,00 € zum mitnehmen)
60,00 € für Übernachtungen und Verpflegung

Weiter zum Flyer des Pilzseminars und zur Anmeldung: http://zentrumfuernachhaltigkeit.de

Gedanken nach der Wanderung auf die Alm

Gedanken nach der Wanderung auf die Alm

Tapfer waren wir. Eine Gruppe vom 9 Leuten, Kinder und Erwachsene, trotzen wir dem Regen und stiefelten hinauf auf die Alm. Durch den Nebel erkannten wir nicht wie hoch wir stiegen, aber der Weg ging recht steil aufwärts. Unterwegs kamen wir bei der bewirteten Schellenbergalm vorbei bei der wir Brotzeit, frische Milch und Tee bekamen.

Weiter ging es. Ein letzter Anstieg durch mystischen Bergwald. Als wir zum Soinsee kamen war dieser vom Nebel bedeckt. Ein paar Minuten starrten wir ins Weiße. Dann, ganz plötzlich lichteten sich die Wolken und der gesamte See wurde sichtbar und leuchtete türkisfarben. Unser letztes Stück zur Alm verlief eben. Sie liegt in einem Kessel umgeben von felsigen Gipfeln, auf denen das Weideland steil nach oben steigt.

Hier wurden wir in der Hütte empfangen und durften unsere nassen Kleider am Feuer trocknen und bekamen heißen Tee. Die beiden Sennerinnen Anna und Christiane erzählten uns von ihrem Leben. Aufstehen bei Morgengrauen, Stall ausmisten und das eigene Plumpsklo leeren. Danach die Tiere versorgen, die Schafen suchen um sie zu den Stellen, die aus Erosionsschutz abgegrast werden müssen, treiben. Anschließend werden die Jungrinder gezählt. Dabei wird geschaut wie es ihnen geht, ob keines lahmt oder krank ist. Nach einer Brotzeit geht es für die beiden daran, zusätzliche Aufgaben zu erledigen. Eine regelmäßige Aufgabe ist das Schwenden – das ist das Zurückschneiden von Latschenbüschen. Sie müssen auch das giftige Kreuzkraut einsammeln, denn es kann für die Tiere gefährlich werden. Abends haben sie oft noch ein paar anstrengende Stunden, wenn sie die steilen Wände der Alm hinaufklettern müssen um nach den Kälbern zu suchen, die Nachts in den Stall getrieben werden müssen.

Auch wenn es eine anstrengende Arbeit ist, so ist das Leben auf der Alm doch ein ganz besonderer Weg, wieder zu sich selbst zu finden. Dinge, die uns im Alltag oft überaus wichtig erscheinen, wie schicke Klamotten, neue Möbel, Geräte und anderes wird plötzlich nicht mehr wichtig. Anna beschrieb uns, es geht auch sehr einfach und das Glück findet sich oft noch Leichter im Einfachen. Dieses Gefühl zu erleben, das ist wohl das Besondere an einer Zeit auf der Alm.

Gestärkt und ausgeruht und inspiriert von den Erzählungen machten wir uns auf die Suche nach den Kälbern, die für die Nacht in den Stall getriebern werden müssen. Sie stehen auf dem gegenüberliegenden Hang und deshalb überlasse wir es Anna und Christiane mit ihren Gummistiefeln und Wanderstöcken, die Tiere einzutreiben. Wir wandern zurück ins Tal. Mittlerweile hat der Himmel aufgerissen und wir können den schönen Ausblick auf den Wendelstein genießen und endlich auch den Wasserfall sehen, der am Wegesrand in die Tiefe stürzt. Die Wanderung war anstrengend und doch etwas ganz besonders, da sie uns Einblick in das Leben auf einer Alm gebracht hat. Die Almwirtschaft ist ein wichtiges kulturelles Erbe und für den Naturschutz von hoher Bedeutung, denn durch Beweidung kann die hohe Vielfalt an endemischen Arten in den Alpen aufrechterhalten werden.

Wer eine Zeit auf einer Alm verbringen und beim täglichen Leben mithelfen möchte findet Informationen auf www.bergbauernhilfe.it und www.almwirtschaft.com. Weiter Informationen zum Almöhi-Bildungsprojekt des LBV: http://bergerlebnis.lbv.de

Naturschutz durch Nutzung

Naturschutz durch Nutzung

Konikpferde im Naturschutzgebiet Steinbühl, Rheinland-Pfalz Foto: Martina Flörchinger

In einer natürlichen Umgebung sind Ökosysteme regelmäßig Störungen ausgesetzt. Ein Feuer zerstört Teile eines Waldes, ein Orkan fällt Bäume und ein natürlich fließender Bachlauf gräbt sich in eine Böschung, hinterlässt Abbruchstellen und Sandaufhäufungen. Viele Arten haben sich auf die Wiederbesiedelung dieser Regionen spezialisiert. Diese sogenannte „natürliche Sukzession“ ist ein Prozess, bei dem die Fläche einen Prozess der Wiederbesiedelung erfährt. Dabei wechseln sich die Häufigkeiten der besiedelnden Arten ab. Pionierpflanzen werden von anderen abgelöst, welche dann wieder von weiteren abgelöst werden. Die durchschnittliche Vielfalt an Pflanzenarten ist also an einem Gebiet, das regelmäßigen Störungen ausgeliefert ist höher als bei ungestörten Gebieten.

Durch die fortgeschrittene Fragmentierung natürlicher Gebiete sowie die Einbindung von Störungen wie Waldbrände und natürlich fließender Bäche und Flüsse fallen diese Sukzessionsstadien häufig weg. Daher sucht man sich im praktischen Naturschutz Elemente, die diese Störungen ersetzen. Durch Beweidung kann beispielsweise eine Fläche frei von Büschen gehalten werden und seltene Blütenpflanzen können sich ansiedeln.

Auf größeren Weideflächen werden Konikpferde gehalten, diese können das ganze Jahr über auf der Weide leben. Sie lassen sich auch besonders gut mit Heck-Rindern halten, dies ist eine Rückzüchtung der Rinder, die den wilden Vorfahren, den Auerochsen sehr nah kommt. Nur durch die Nutzung und durch den regelmäßigen Eingriff in die Natur bleibt die Artenvielfalt erhalten. Eine Projektbeschreibung des Beweidungsprojektes im Steinbühl bietet der NABU Rheinland-Pfalz.

Auch auf intensiv genutzten Flächen lassen sich Naturschutzmaßnahmen durchführen, die die Nutzung und den Naturschutz vereinen. Gerade auf Randflächen und am Wegesrand siedeln sich gerne seltene Blütenpflanzen an. Einige Maßnahmen, beispielsweise zum Schutz des Rebhuhns durch Randflächenschutz werden staatlich gefördert. Informationen dazu gibt es beim LBV.

Bei unbeweideten Streuwiesen kommt es auf die Art der Nutzung an. Vor Allem sollte man den Zeitpunkt der Mahd bedenken, dass seltene Blütenpflanzen ihre Samen verbreiten können. Auf Obstwiesen kann man ungenutzte Zweige häufen, um beispielsweise einen Rückzugsraum für Igel zu errichten. Eine trockene Steinmauer bietet Lebensraum für Eidechsen. Eine Anleitung zur nachhaltigen Nutzung von Streuwiesen bietet das LFU.

Projekt: Hannes Permakultur Blog

Projekt: Hannes Permakultur Blog

„Erdbeeren im November“ Foto: Hannelore Zech

Das Internet ist voller Schätze. Nun möchte ich weitere Projekte vorstellen, die sich um die Themen Natur, Gärtnern und das Leben in der Natur drehen. Ein Blog, der mich sehr fasziniert, ist der Blog über Permakultur von Hanne. Ich habe sie gefragt, ob sie Lust hat, diesen vorzustellen. Hier ihre Nachricht:

 „Wenn ich online bin, dann bin ich meistens damit beschäftigt meine Seiten zu aktualisieren oder auf Facebook zu dokumentieren. Das nehm ich als Art Tagebuch und Anregung zum Nachmachen für andere, bzw. auch zum Erfahrungsaustausch mit anderen Naturgärtnern und Selbstversorgern.

Ich habe zum einen den Permagarten-Blog auf www.permagarten.wordpress.com, den benütze ich als Praxisblog, meinen offiziellen Blog habe ich auf www.mienbacher-waldgarten.de, hier hab ich alle meine Kurstermine drin und das Geschäftliche. Bei beiden Blogs gehts um meinen Waldgarten. Diesen bewirtschafte ich seit 2010 als permakulturellen Lehr- und Schaugarten und seit 2013 auch als Nutztier-Arche. Die Selbstversorger-Akademie ist hier angeschlossen. Mein Garten ist die Basis all dessen. Er ist für mich Versorgung mit Essen, Versorgung mit Bildmaterial für meine Artikel, Versorgung für seelischen Ausgleich und Heimat für meine Tiere, einfach Lebensraum für uns alle. Mein kleiner Garten Eden, den ich gerne teile, bzw. verwende, um zum Nachmachen zu animieren.
Nach den Prinzipien des permakulturellen Waldgartens aufgebaut und immer weiter ausgebaut als essbare Landschaft ist der Mienbacher Waldgarten eine Oase in der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft.
Viele Wildtiere finden hier eine Heimat. „

Gerne stellen wir noch weitere Naturprojekte vor. Wer sein Projekt bei uns vorstellen möchte schreibt einfach uns per Mail an gartentor(ät)gartenelfen.de

Einkaufen nach den Jahreszeiten

Einkaufen nach den Jahreszeiten

Als das „Dschungelkind“ Sabine Kuegler begann in Deutschland zu leben musste sie erst lernen, wie man im Supermarkt einkaufen gehen kann. Sie war gewohnt, im Dschungel das zu sammeln, was an den Bäumen wuchs. So ein Dschungel-Supermarkt geht mit der Natur und zu jeder Saison gibt es anderes Obst oder Gemüse zu sammeln. Auch bei uns wächst unsere Nahrung saisonal, schon aufgrund der strengen Winter. Im Frühling erwacht die Natur und es gibt frische Blätter. Es beginnt die Spargelzeit, der Rhabarber, erste Salate. Dann im Frühsommer das erste Beerenobst und frühes Gemüse. Langsam reifendes Obst wie Äpfel oder Trauben sind im Herbst reif.

Unsere Supermärkte suggerieren uns durch ihr ganzjähriges Angebot, dass es alles immer gibt. Doch wer auf das Herkunftsland achtet, wird erkennen, dass ein Grossteil der Äpfel derzeit von der Südhalbkugel kommt, dort wo jetzt gerade Herbst war und frisch geerntet wurde. Ganz langsam fangen hier die Frühäpfel an, reif zu werden.

Kooprativen des fairen Handels zB. bei preda waren erstaunt dass die Handelspartner die Mangos nicht ausserhalb der Saison brauchen sondern, weil sie sie trockneten für Mangochips gerne während der Saison. Auf dem lokalen Markt seigt der Preis ausserhalb der Saison ins 10 bis 20-fache. Deshalb wenden viele Bauern eine Methode an, um die Blütezeit außerhalb der Saison einzuleiten. Für die Pflanze bedeutet dies Stress, da sie mit weniger idealen Klimabedingungen zurecht kommen muss.

Auch für den Menschen ist es nicht unbedingt ideal, Obst und Gemüse ausserhalb der Saison zu essen. Unsere Kulturpflanzen sind in feinster Co-Evolution in jahrtausendlanger Entwickling gemeinsam mit uns Menschen entstanden. Man könnte sagen, ohne uns Menschen gäbe es nicht die Kuturpflanzen und uns Menschen gäbe es nicht in der heutigen Form ohne die Kulturpflanzen.

Die Evolution entwickelt sich mit dem Klima, mit technischen Faktoren wie Lagermöglichkeiten, Feuer und auch mit Krankheiten, Feinden, anderen Arten. Vitaminreiche Äpfel helfen uns beispielsweise im kalten Winter gegen Krankheiten und im Sommer erfrischen uns Kirschen und Pflaumen. So gesehen kann man sagen, die Natur hat sich etwas dabei „gedacht“, dass Gemüse und Obst saisonal verfügbar ist. Unsere Aufgabe ist nun, wieder darauf zu achten, was uns zu welchem Zeitpunkt von ihr geschenkt wird. Ein Gespräch mit dem lokalen Bauern, im Hofladen oder im Bioladen um die Ecke kann uns da sehr viel weiterhelfen. Eine lokale Gemüsekiste bringt unsere Nahrungsgewohnheiten in den Rhytmus der Natur. Oder wir beobachten die Bäume und Felder um uns herum oder pflanzen Obst und Gemüse in unserem Garten – und kaufen dort ein, ganz nach dem den Jahreszeiten.

Mythische Wesen als Symbol ökologischen Handelns

Mythische Wesen als Symbol ökologischen Handelns

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Ökologie und Naturschutz, kenne viele naturwissenschaftliche Bereiche und Theorien. Artensterben, Klimawandel, Waldrodung, Ausbeutung der Ressourcen, Versiegelung von Flächen, verschwindende Vernetzung ökologischer Systeme. Immer wieder stellte ich mir die Frage, wie wir eine Verbindung schaffen können zwischen menschlichem Handeln und einer nachhaltigen Nutzung der Natur.

Ich studierte soziale und psychologische Modelle des aktiven Naturschutzes. Dabei wurde mir mehr und mehr klar, dass wir Natur nur wirklich schützen können, wenn wir ein Gefühl dafür entwickeln, wie stark sie mit uns verbunden ist. In der alten Mythologie fand ich eine Stütze, die uns hilft, dieses Gefühl zu stärken: Die Naturelfen.

Wenn wir an die Elfen denken, die ein Stück Natur beleben, bekommt diese Natur einen magischen Glanz. Unsere Sichtweise verändert sich. Wir stellen uns im Wald die kleinen Wohnkammern von Pilzelfen vor oder die Erdräume von Wurzelelfen. Direkt in unserem Garten könnten die Salbeielfen wohnen oder die Ahornelfen in der Allee vor unserem Haus. Die Natur bekommt eine andere Lebendigkeit. Schon trauen wir uns nicht mehr, grob in die Natur einzugreifen, etwas zu zerstören, dass wir ja in Wirklichkeit gar nicht kennen, was uns nicht die Beste Wissenschaft im Detail erklären kann.

Oft trennen wir die Reiche. Es gibt die Phantasie, da ist alles perfekt und die Wirklichkeit, da kommen die unsichtbaren Naturwesen ja eh nicht vor. Doch die Wahrheit liegt, wie immer, irgendwo dazwischen. Phantasie ist eine Brücke, sie verbindet die perfekte Traumwelt mit der Realität, zeigt uns durch ihr Wirken immer wieder erneut, dass Alles möglich ist. Wir müssen es uns nur Vorstellen.

Die Phantasie ist ein Sensor für das Naturgefüge. Die Elfen können uns in ihrem Wirken unterstützen, Feingefühl für neue Möglichkeiten zu entwickeln. Liebevoll mit der Natur umzugehen und reich von ihren Schätzen zu Ernten.

Holger Daub beschreibt seiner Diplomarbeit an der Universität Kassel, wie der Mythos der Elfen die ökologsiche Landwirtschaft beleben kann: „Zum Wesenhaften der Natur – Versuch einer Annäherung“

Einen Gemüse- und Kräutergarten anlegen

Einen Gemüse- und Kräutergarten anlegen

Wer noch nie gegärtnert hat, denkt sich sicherlich, es dauert Jahre, es zu erlernen. Dauert es auch. Denn erst nach vielen Jahreszeiten, nach erlebtem Wandel, kann man sich richtig auf sein Stück Garten einstellen. Doch genauso wie ein Blogger mit dem ersten veröffentlichten Artikel bereits ein Blogger ist, ist ein Gärtner mit der ersten gepflanzten Pflanze ein Gärtner. Durch stetiges Beobachten kann dann der ganz individuelle Gärtnerstil gefunden und von Mal zu Mal ausgebaut werden.

Ort des Gartens

Ein Gemüse- und Kräutergarten kann an jedem Ort angelegt werden. Er kann im Vorgarten, in einer Baumfassung am Strassenrand oder als Balkon- oder Fenstergarten in der Stadtwohnung gestaltet werden.

Gartendesign

Wichtig ist beim Design des Gartens auf die Sprache der Natur zu hören. In welches Umfeld richte ich meinen Garten ein, welche Elemente würden dazu passen? Auch auf Brachflächen haben sich bereits passende Wildpflanzen eingerichtet, die nicht einfach als Unkraut rausgerupft werden müssen. Bei der Übernahme eines Gartens kann im ersten Jahr hauptsächlich der Verlauf der Vegetation beobachtet werden, da sich häufig Pflanzen unter der Erde befinden.

Saatgut

Die Einfachste Art, lokal angepasste Samen zu bekommen, ist, einen erfahrenen Nachbargärtner um eine Auswahl zu bitten. Häufig freuen sich Gärtner über den Austausch mit anderen Gärtnern und man stosst auf Offenheit. Ein Grossteil unsere Kulturflanzenvielfalt wird von Kleingärtnern erhalten, daher ist es immer von Vorteil für die Artenvielfalt, wenn weitere Gärtner an dieser Arbeit teilhaben. Viele Pflanzen, z.B. Kräuter lassen sich auch leicht vegetativ vermehren. Biogemüse wie Tomaten und Paprika tragen die Samen in sich, bei anderen Arten ist die Samengewinnung aufwändiger. Zum Kauf von Saatgut und Kräutern empfehle ich die ökologische Bingeheimer Saatgut AG, LaBio und Lilatomate.

Loslegen

Auf Komposterde oder Mutterboden kann nun ausgesät werden. Keine Angst Fehler zu machen, denn diese sind zum Lernen da. Die Natur, unsere grösste Lehrerin zeigt uns durch ihr Verhalten, welche Pflanzen welche Erde und welche Lichtbedingungen mögen. Für Details lohnt es sich auch, in einem guten Gartenbuch zu schmökern. Ein lockerer, leicht feucht gehalteter Boden gibt den Samen eine gute Basis zum Wachsen.

Ernten!

Der Schönste Lohn für Gärtnermühen ist beim Wachsen der Pflanzen zuzusehen und schliesslich auch zu ernten. Manche Kräuter lieben es, zurückgeschnitten zu werden und vom schönsten und leckersten Gemüse kann man sich Samen für das nächste Jahr zurücklegen. Viel Spass!

Zu Besuch beim Kartoffelkombinat

Zu Besuch beim Kartoffelkombinat

Im Raum München haben sich Stadtbewohner zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen und bauen gemeinschaftlich Gemüse für den Eigenbedarf an. Das Kartoffelkombinat. Von der Idee bis zur Umsetzung ist ein Jahr vergangen und das Interesse ist so groß, dass der erste Anbauhof bereits nicht ausreicht, alle Genonssen und Genossinen zu versorgen. Ich meldete mich zu einem Besuch an. Da ich weiss, dass beim Gärtnern immer eine helfende Hand gebraucht wird, half ich heute das geerntete Gemüse in Kisten zu verpacken die an alle Mitglieder geschickt werden.

Der Genossenschaftsgedanke des Kartoffelkombinats lebt von der Mitarbeit der Mitglieder die sich somit gemeinschaftlich selbst mit Gemüse versorgen. Dadurch können sie eine Unabhängigkeit von industriellen Nahrungsmittelkonzernen erreichen. Wer selbst einmal eine Gemüsepflanze in den Boden gesetzt, ihr beim Wachsen zugesehen und geerntet hat weiss, wie wertvoll und schön dieses Privileg ist. Das Zubereiten und Essen dieses Gemüses ist etwas ganz besonderes. In meiner Küche duftet es schon nach Kartoffeln und den Mangold werde ich gleich probieren. Lest Ihr solange mal im Blog von Kartoffelkombinat.

Buchtipp: Quickfinder Biogarten

Buchtipp: Quickfinder Biogarten

Ein Garten geht mit dem Rhytmus der Natur. Auch für Gärtner ist es wichtig, ihre Aktivitäten den Jahreszeiten anzupassen Bauernregeln und traditionelle Jahresfeste zeigen uns an, welche Aktivitäten in welchem Monat wichtig sind. Am Besten hält man sich an erfahrene Gärtner, die in ihrer Arbeit den Rhytmus der Natur integriert haben. Das neue Buch der Gärtner Melanie Grabner (lilatomate) und Ludwig Watschong (alte-kulturpflanzen) führt uns durch einen phänologischen Naturkalender und erklärt einzelne Schritte des biologischen Gärtnerns. Ein wertvoller Schatz im Bücherregal.

 

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