Mauerbienen – Kleine Helfer in Land und Garten

Dieses schöne Bild eines Mauerbienen-Päärchens hat die charmante Frau Ingrid „wandklex“ Heuser gemalt. Sie fertigt Wandmalerein an und malt Portraits von Mensch und Tier (www.wandklex.de) und durch eine Idee in meinem jüngsten Forschungsprojekt entstand das erste Bienenportrait durch ihre zauberhaften Hände.

Nun wohnt das Mauerbienenportrait bei der Leiterin der Studie, bei der ich im April und Mai mitgearbeitet habe. Wir untersuchten die Entwicklung der Mauerbienchen in der Agrarlandschaft. Da durfte ich zusehen, wie zuerst die Mauerbienen-Männchen aus ihren Kokons schlüpfen und eifrig umher flugen um auf ihre Weibchen warteten. Nach einigen Tagen schlüpften dann die Weibchen. Oftmals hatten diese nicht mal Zeit, ihre Flügel gerade zu rücken, denn schon kam das erste Männchen an und setzte sich auf sie. Dann folgt eine stundenlange Begattungszene. Was wir davon gesehen haben war, das ein (oder gar mehrere) Männchen auf dem Weibchen sass und mit den Füßen herumwirbelte. Sobald die Weibchen begattet wurden, beginnen sie, Pollen und Nektar in den Blüten der nächsten Umgebung zu sammeln. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung unserer Kulturpflanzen. Den Pollen und Nektar tragen die Mauerbienenweibchen in Brutröhren ein. Das sind Löcher in Holzblöcken, die wir für sie bereitgestellt haben. Sie füllen nun eine Zelle mit Pollen und einem Tropfen Nektar, legen ein Ei in die Mitte und dann wird diese kleine Zelle zugemauert. Da haben wirs also: So entstand der Name der Mauerbiene. Sie sind Maurermeisterinnen. Sie mauern fleißig eine Zelle nach der anderen, in der die Bienenmaden schlüpfen und beginnen sich am Pollen satt zu fressen.

Nun, wenn die kleinen Bienenmaden sich in ihren Zellen groß und dick gefressen haben, verpuppen sie sich und dann beginnt die Verwandlung zur Biene. Dies alles dauert nur wenige Wochen. Ab dann liegen die fertigen Bienen in ihren Kokons, warten bis es kälter wird und noch kälter. Sie fallen in Kältestarrre. Und dann im Frühling, wenn es warm wird, also, wenn es warm genug wird, dann entscheiden sie sich, aufzustehen. Sie knabbern mit ihren Mundwerkzeugen den Kokon auf und sobald sie das Licht der Welt gesehen haben, beginnt das Spielchen wieder von vorne. Erstaunlich, wenn man sich überlegt, dass sie dann nur noch 4-6 Wochen alt werden und das wo sie 11 Monate lang in ihrem Kokon gesessen und auf diesem Moment gewartet haben. Wenn man die Bienen in ihrem Liebesflug selbst beobachten möchte, kann man ihnen im eigenen Garten einen Lebensraum schaffen und ihnen ein Hotel bauen. Dazu bohrt man ca. 4-10 mm dicke Löcher in ein Stück Holz und deckt dieses mit einem Dach ab. Mehr Informationen dazu auf www.bienenhotel.de

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